Bernhaed Wiesbeck, Kulturmagazin "Kultur-Szene"

Inga Fiolia ist Musik pur. Mit drei Jahren tanzte sie, wenn ihr Vater am Klavier verschiedene Melodien zu Liedertexten ausprobierte. Pianoklänge waren schon immer so selbstverständlich für sie, wie der Griff in den Kühlschrank nach etwas Essbarem. „Ich fühlte mich in einer Welt der Fantasie und Schönheit und wollte auch dass andere Menschen das zu spüren bekommen". Mit 7 Jahren gab sie ihr erstes Konzert. Während der Übungspausen ihrer acht Jahre älteren Schwester, setzte sich Fiolia ans Klavier und probierte eigene oder die gehörten Melodien nachzuspielen. Auf dem Klavier standen ihre Noten, die sie damals noch nicht lesen konnte. Es machte sie traurig, dass sie nicht in der Lage war, diese wunderschöne Musik zum Klingen zu bringen. Dennoch fing sie an zu üben ... ihre Ideen wenigstens ...

Später beim Notenlernen hat sie ihre Lehrerin verrückt gemacht, denn sie wollte die vorgegebenen Melodien beim Notenlesen ändern. Sie erkannte die Noten richtig, spielte aber ganz anders, nämlich ihre eigene Idee. Sie wollte von dem Stück innerlich überzeugt sein, schon bedeutende Werke spielen, aber nicht Noten lernen. Das fand sie uninteressant...

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